Onkologische Schwerpunkte
Der medizinische Bedarf bestimmt den Fokus der Entwicklungsaktivitäten
Magenkarzinom
Das Magenkarzinom ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung, allerdings mit einer hohen Varianz zwischen verschiedenen Ländern und Regionen. Die Zahl der neudiagnostizierten Fälle ist in den USA und West-Europa generell niedriger als in Asien, Ost-Europa oder Entwicklungs-ländern. Bei der Entstehung des Magenkarzinoms kommt der Ernährung eine wichtige Rolle zu. Auch die Besiedlung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori gilt als Risikofaktor.
Maligner Aszites
Als Aszites (auch „Bauchwassersucht“) bezeichnet man die Ansammlung größerer Flüssigkeitsmengen in der Bauchhöhle, die durch ein Ungleich-gewicht zwischen Flüssigkeitseinstrom und -abfluss über die Lymphgefäße verursacht wird. Bei etwa jedem zehnten Patienten ist die Ursache des Aszites eine Krebserkrankung. Krebszellen, die in die Bauchhöhle gelangen, führen dort zu einer Störung des Flüssigkeitshaushalts – hier spricht man von malignem Aszites.
Mammakarzinom
Bösartige Tumoren in der Brust sind die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede vierte Krebspatientin hat Brustkrebs. Sieben bis zehn Prozent aller Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens diese Erkrankung. Mehr als ein Drittel der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der ersten Diagnose unter 60 Jahre alt. Brustkrebs ist in der westlichen Welt die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr.
Ovarialkarzinom
Das Ovarialkarzinom (Tumor des Eierstocks) ist in Industrieländern nach Tumoren des Gebärmutterkörpers die zweithäufigste gynäkologische Krebserkrankung. Der Tumor des Eierstocks wächst in der Regel sehr schnell und bildet oft innerhalb kurzer Zeit Metastasen (Fernabsiedlungen) im Bauchraum oder der Lunge. Die genaue Ursache des Tumors ist unbekannt. Familiäre Vorbelastung, genetische Veränderungen und Kinderlosigkeit können eine Rolle spielen.

