Transplantation

Die Transplantation, also die Übertragung von Organen, Zellen oder auch Geweben in der Medizin, ist bei einigen Grunderkrankungen eine lebens-erhaltende Maßnahme. Neben den chirurgischen Fertigkeiten ist die Vermeidung oder die Dämpfung von Abstoßungsreaktionen entscheidend für den Erfolg der Transplantation.

Organtransplantation
Seit der ersten Organtransplantation im Jahre 1954 wird jährlich eine große Zahl von Organen an Patienten übertragen. Den bedeutendsten Anteil dabei haben Nierenverpflanzungen, gefolgt von Leber-, Herz-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsentransplantationen. Zu dem wachsenden Erfolg von Organtransplantationen hat die Weiterentwicklung von immunsuppressiven Therapien ganz erheblich beigetragen.

Ziel dieser Therapien ist es, die Abstoßungsreaktion des Körpers gegen das Transplantat zu unterdrücken, so dass das übertragene Organ seine Funktion voll entfalten kann. Gleichzeitig sollen Therapien zur Verfügung stehen, die weitgehend selektiv wirken, d.h. die regulären Abwehrreaktionen des Körpers möglichst wenig beeinträchtigen.

Stammzelltransplantation
Bei der Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation werden sogenannte Blutstammzellen von einem Spender zu einem Empfänger übertragen. Blutstammzellen sind Stammzellen, die im Knochenmark, peripheren Blut und Nabelschnurblut vorkommen und der Ausgangspunkt für die gesamte Zellneubildung des Blutes und des Abwehrsystems sind.
Die Knochenmarktransplantation wurde ursprünglich nur bei Krebs-erkrankungen, wie z.B. Leukämie, angewendet, inzwischen werden aber auch andere schwere Krankheiten, wie z.B. Autoimmunerkrankungen, erfolgreich behandelt. Eine Stammzelltransplantation ist für viele bösartige und nicht bösartige Bluterkrankungen der einzige kurative Ansatz. Abwehrreaktionen bei der Stammzelltransplantation können von den übertragenen Blutstammzellen ausgehen und sich gegen den Körper des Empfängers richten. Ziel der immunsuppressiven Therapie ist es, diese teilweise schwerwiegenden Abwehrreaktionen möglichst vollständig zu unterdrücken.

Fresenius Biotech in der Transplantationsmedizin
Basierend auf den langjährigen Erfahrungen in der Transplantationsmedizin entwickelt Fresenius Biotech das Potential des etablierten Anti-T-Lymphozytenglobulin, ATG-Fresenius S®, für weitere Anwendungsformen und Patientengruppen. Neue Einsatzmöglichkeiten in zusätzlichen Indikationen werden in klinischen Studien intensiv erforscht. Unser Ziel ist es, auch für bisher wenig erforschte medizinische Fragestellungen effektive Behandlungsoptionen zu schaffen.


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